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Mänade des Skopas

Man kennt dieses tanzende Mädchen nur als Fragment. Als Mänade des Skopas ist sie in die Kunstgeschichte eingegangen. Sie ist eine der bedeutendsten Skulpturen der Dresdner Sammlung im Albertinum. Mänaden werden auch Bakchantinnen genannt, was zu deutsch „Rasende“ bedeutet. In der Antike oft dargestellt, streiften die Mänaden als Festschwarm für Dionysos bei kultischen Umzügen, bekleidet mit dem Fell des Rehkalbs, mit Fackeln oder den Thyrsos, einen umkränzten Stab schwingend, in verzückter Raserei tanzend durch die Wälder und Gebirge. Im Taumel zerrissen sie junge Tiere und verschlangen sie roh. Auch Orpheus blieb nicht verschont. Ob aus Eifersucht auf seine Entdeckung der Knabenliebe ist unklar. Jedenfalls warfen sie seinen Kopf und seine Lyra in den Fluss Hebros. Beides wurde später an die Insel Lesbos gespült.
Die Dresdner Mänade ist eine verkleinerte römische Kopie des griechischen Originals des 4. Jh. v. Chr.