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Arien im Fünf-Minutentakt

Der Dresdner Hofuhrmacher Johann Christian Friedrich Gutkaes fertigte 1841 die erste Fünf-Minuten-Uhr der Semperoper. Der sächsische König soll den Einbau angeregt haben, weil ihn das Ticken der Taschenuhren der Zuschauer nervte. 1841 wurde sie über der Bühnenmitte der Semperoper in Gang gesetzt – eine neuartige Digitalanzeige stellte die Stunden in römischen, die Minuten in arabischen Ziffern dar. Sie rückt, ihrem Namen verpflichtet, im Fünf-Minuten-Takt vor. Nach dem Brand von 1869 und den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde sie jeweils ersetzt. Gutkaes Geselle und Schwiegersohn legte vier Jahre später mit der Gründung seiner Uhrenmanufaktur in Glashütte den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei.